Diese Frage zielt auf mehrere Ebenen:

  1. Zunächst ist es für den Weibel-Mauerkasten völlig unerheblich, ob eine Wohnraumlüftung vorhanden ist oder nicht. Das Steuergerät des Mauerkastens wird einfach nur mit der Dunsthaube zusammen gesteckt und die Klappe wird immer zuverlässig öffnen und schließen, sobald die Dunsthaube ein- bzw. ausgeschaltet wird.
  2. Der Hintergrund dieser Frage zielt jedoch offensichtlich in eine andere Richtung – nämlich, ob sich die Lüftungsanlage und die Dunsthaube dann behindern. In diesem Zusammenhang muss jedoch zunächst die Basis-Physik verdeutlicht werden.
    Aber vorab: es macht ohnehin nur Sinn – gerade in einem stark gedämmten Gebäude – ausschließlich über eine Abluft-Dunsthaube die Feuchtigkeit und Gerüche zu erfassen und nach draußen zu blasen. Denn sonst besteht die Gefahr, dass in der Küche Schimmel entsteht und Fett und Schmutz sich in der Lüftungsanlage absetzen.

Doch nun zur Basis-Physik:

Die Dunsthaube zieht mit großem Volumenstrom durch jede sich bietende Öffnung Luft ins Haus. Denn sie kann nur so viel Luft hinaus befördern, wie sie von irgendwoher als Zuluft herein bekommt. Dessen muss man sich bewusst sein und muss es akzeptieren, weil es anders nicht zielführend funktioniert. Und das Ziel ist ja, die Kochdämpfe mit Fett und Feuchtigkeit aus dem Haus zu bekommen. Ab diesem Moment spielt es dann eigentlich gar keine Rolle mehr, ob die Lüftungsanlage bei Betrieb der Haube gestört wird.

Es ist natürlich klar, dass die Luftmenge, die die Haube saugt, erheblich größer ist als die Zuluftmenge, auf die der Wärmetauscher der Lüftungsanlage ausgelegt ist. Dadurch wird es unweigerlich kühler. Die einzige Alternative dazu wäre jedoch ein gekipptes Fenster. Doch dann wird es auch kühl.